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Reisebericht Zelten im Winter
Zelten bei Kälte und Schnee
Bereits seit mehreren Jahren ziehen meine Freunde und ich immer wieder mit unseren Zelten herum, verbringen meist erholsame und amüsante Tage auf den verschiedensten Zeltplätzen und genießen einfach das Leben unter freiem Himmel. Mit Flip Flops und einem Beachvolleyball bewaffnet legten wir unsere Campingausflüge bisher stets auf die Sommermonate und trafen viele Gleichgesinnte, mit denen wir großen Spaß hatten. Nun waren wir bereit für etwas Neues und entschieden uns für einen Kurztrip kurz vor Weihnachten. Unser 3-Saison-Zelt musste also gegen ein stabiles und winterfestes 4-Saison-Zelt ausgetauscht werden, was natürlich nicht gerade sehr günstig war. Es sollte sich jedoch lohnen! Im Campinggeschäft unseres Vertrauens kauften wir schließlich drei winterfeste Zelte, zusätzlich noch wärmende Isomatten und einen neuen Schlafsack für mich, denn ich bin wahrlich eine Frostbeule. Einige kalte Wochen später saßen wir mit Sack und Pack im Zug Richtung Harz. Über das Internet fanden wir einen günstigen Zeltplatz in günstiger Lage, von dem aus wir schnell in die Ortschaft kamen, aber auch lange Wanderungen durch die schneebedeckten Wälder starten konnten. Unsere Vorfreude war enorm, dennoch machte uns die extreme Kälte ein wenig Angst. Der Zeltplatz war wirklich super und es befanden sich bereits einige andere Camper mit dicken Pudelmützen und Thermosocken in ihren Zelten. Der Ausblick auf den Brocken war genial, der Schnee wunderschön weich und sauber. Unsere Zelte waren schnell aufgeschlagen und die erste frostige Nacht stand unmittelbar bevor. Die erste Nacht war wohl die kälteste und unangenehmste unserer bisherigen Camper-Nächte. Im Zeltinneren entstand eine richtige Eisschicht, unsere Schlafsäcke waren eiskalt und man konnte regelrecht den Atem sehen. Der Morgen war dafür umso schöner. Als wir zerknirscht aus den Zelten krochen empfing uns ein strahlend blauer Himmel und warmer Sonnenschein. Es machte unheimlich Spaß durch den Schnee zu stiefeln und die schnellen Snowboarder auf den Pisten aus sicherer Entfernung zu beobachten. Während unserer Wanderung entdeckten wir mehrmals Schilder mit der Aufschrift “Lawinengefahr”, was uns doch etwas beunruhigte. Nachdem wir jedoch erfahren haben, dass unsere Zelte sich an einer sicheren Position befänden, konnten wir wieder durchatmen. Die zweite und dritte Nacht waren viel entspannter und gemütlicher als die erste. Wahrscheinlich hat sich unser Körper mit den Minusgraden angefreundet und ermöglichte uns nun einen festeren Schlaf. Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, sich richtig warm einzumummeln, auch wenn man sich etwas eingeengt fühlt. Sogar eine Wollmütze habe ich mir für die Nächte übergezogen, denn die Ohren frieren leicht, was irgendwann sehr schmerzhaft sein kann. Unser Kurztrip in den Harz mit den wintertauglichen neuen Zelten war einfach einmalig und ist in jeden Fall empfehlenswert. Anfangs hatten wir zwar unsere Probleme mit der Kälte und Nässe, aber der bezaubernde klare Sternenhimmel und die frische kühle Luft haben dies wieder ausgeglichen.

