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Reiseberichte Reisen mit dem Wohnmobil
Mit dem Wohnmobil am Lago Maggiore
Letztes Jahr im Sommer entschied ich mich, zusammen mit meiner besten Freundin und ihren zwei Kindern, für eine abenteuerliche Reise nach Italien. Mit dem Flugzeug zu fliegen war uns zu langweilig, deswegen liehen wir uns für zehn Tage ein riesiges komfortables Wohnmobil, in dem wir alle genügend Platz fanden. Bereits kurz vor der Abreise wollten die Kinder in dem mobilen Zuhause übernachten und es kostete mich eine Menge Überzeugungskraft, sie auf den kommenden Urlaub zu vertrösten. Wir hatten vor einigen Jahren mal eine Klassenfahrt an den Lago Maggiore gemacht, was uns damals unheimlich gefiel und somit das erneute Ziel unserer kommenden Reise sein sollte. Im Internet und in zahlreichen Reisebüchern fanden wir heraus, dass es viele Stellplätze für Wohnwagen direkt an dem italienischen See geben soll. Wir waren also guter Dinge, dass wir schon etwas Passenden finden würden.
An einem lauen Morgen ging unsere Reise also los. Am Tag zuvor verstauten wir alles Nötige in den Wohnwagen, schnallten die Kindersitze fest und malten uns bunte Routen, die uns hoffentlich sicher zum Ziel führen würden.
Unsere erste Etappe, die Schweiz, erreichten wir problemlos und ziemlich schnell. Die Kulisse war beeindruckend und es machte Spaß die breiten Straßen am Fuße der gigantischen Berge entlang zu düsen. Die Tunnel hier waren extrem lang und sehr kurvenreich, so dass es den Kindern öfter mal etwas flau im Magen wurde. In der Schweiz machten wir dann eine Nacht Rast in einer kleinen aber feinen Absteige. Die Ruhe tat uns allen recht gut und wir konnten am nächsten Morgen munter und froh unsere Reise fortsetzen. Ehe wir uns versahen, hatten wir den Lago Maggiore vor Augen, der so schön ruhig und glitzernd war. Am liebsten wären wir alle gleich hineingesprungen und hätten ein wenig geplanscht, aber erst musste ein netter Platz gefunden werden. Der erste Stellplatz war sehr weit weg vom Wasser und so gar nicht familienfreundlich, der zweite hat uns auf Anhieb gefallen. Ganz nah am See und auch nur wenige Minuten von der etwas belebten Stadt Verbania entfernt. Hier hatten wir genügend Platz, um uns auszubreiten und den Kindern sogar noch ein großes Zelt aufzubauen. Es gab einen Boots- und Fahrradverleih, einen Spielplatz und ein günstiges Restaurant und der Ausblick auf den Lago Maggiore war bezaubernd. Sofort fühlten wir uns hier wohl. Jeden Morgen schien uns die Sonne ins Fenster und wir genossen einfach die Tage in Italien. Ein Ausflug auf den Wochenmarkt in Verbania, eine Reittour mit den Kindern und eine lustige Bootsfahrt auf dem See- an Spaß mangelte es in keinem Fall.
Die Rückfahrt über Ascona verlief noch schneller als die Hinfahrt. Wir hätten noch mehr Tage am Lago Maggiore verbringen können, aber alles hat nun mal ein Ende. Auf jeden Fall hat sich die Fahrt mit dem Wohnmobil sehr gelohnt und wird wahrscheinlich auch im nächsten Sommer angestrebt.

