Die Geschichte Kretas

"Im Jahr 1900 entdeckte der britische Archäologe Sir Arthur Evans in Knossos auf Kreta einen riesigen Palastkomplex, den er mit König Minos und dem Labyrinth in Verbindung brachte." (die Representanten waren oft Männer) "In der Glanzzeit des letzten Matriarchats, in der minoischen Kulturepoche, finden sich Wannenbad, Kanalisierung und Wasserklosett. Dank der unermüdlichen Ausgrabungsarbeiten von Arthur Evans haben wir bessere Einsicht in diese Frühperiode als etwa in die Entwicklung des griechischen Gymnasion. Die bemalte Wanne aus gebranntem Ton, die Evans im Palast von Knossos auf Kreta wieder zusammensetzte und die im Gemach der Königin stand, belehrt uns, daß dieser Typ des Bades, wie viele andere minoische Gebräuche um 1250 v.Chr. von den Griechen der mykenischen Periode übernommen wurde." "Einer der prächtigsten Paläste stand in Knossos. Er wurde vermutlich durch ein Erdbeben oder eine feindliche Invasion um 1400 v. Chr. zerstört, später jedoch wieder aufgebaut." "Kreta, die Insel des legendären Königs Minos, nahm seit der Einführung der Metallverarbeitung um 3000 v. Chr. einen großen kulturellen Aufschwung. Produktion, Technik, Verwaltung, Bauwesen, Handel und Seefahrt entwickelten sich dort seit etwa 2000 v. Chr. zu einer Höhe, die den großen Kulturen des Alten Orients und Ägypten gleich kam. Im 16. Jh. v. Chr. erreichten die Minoer, wie man die Kreter dieser Kulturepochen nennt, den faszinierenden Höhepunkt und die Vollendung von Macht, Reichtum und Luxus." "In der altgriechischen Kultur hat die Weisheit ebenfalls eine herausragende Gestaltung erfahren, in der Göttin Athene, Schutzgöttin der nach ihr benannten Stadt. Ihr war der Haupttempel auf der Akropolis geweiht, ihr zu Ehren wurde alljährlich das große Fest der Panathenäen gefeiert, Athene wurde auch in anderen griechischen Städten verehrt, in Sparta und Argos, in Smyrna und Epidaurus. Sie brachte den Hellenen den ersten Ölbaum, den sie auf der Akropolis pflanzte; sie erfand den Pflug, den Rechen, das Joch des Ochsen, den Zaum des Pferdes; sie baute den ersten Wagen, das erste Schiff; sie brannte den ersten Tontopf und lehrte die Frauen das Kochen, Spinnen und Weben. Von ihr stammt die Kunst des Rechnens. Sie ist die gerechte Richterin, sitzend im Areopag, dem höchsten Gericht der Stadt. Sie hat die entscheidende Stimme im Hohen Rat und wirft sie im Zweifel immer zugunsten des Angeklagten in die Waagschale des Rechts. Athena trägt in vielen Einzelzügen das Profil einer matriarchalischen Göttin. Doch das Übergewicht ihrer Bedeutung wurde zurechtgestutzt, gleichsam übermalt von patriarchalischen Vorstellungen. So kommt es zu der berühmten Geschichte von ihrer Geburt. Athene ist eine Männergeburt, genauer eine Kopfgeburt des Zeus, ihres göttlichen Vaters."