Wanderschuhe - funktionell und bequem
Wer mehr vorhat als einen gemütlichen Spaziergang auf planierten Wegen, der sollte seinen Füßen zuliebe mindestens ein Paar passender Wanderschuhe besitzen. Denn was nützt das atemberaubendste Bergpanorama, wenn man vor Schmerzen kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen kann und dann auch noch den Rückweg vor Augen hat?
Bevor man sich Wanderschuhe kauft, sollte man sich darüber klar werden, für welchen Einsatz sie gebraucht werden: Leichte Wanderungen im Mittelgebirge oder anspruchsvolle, mehrtägige Trekkingtouren auf Geröll oder Eis? Je schwieriger das Gelände, desto steifer und höher muss der Wanderschuh sein, um den Fuß vor Umknicken, Ermüdung usw. zu schützen. Am besten, man lässt sich im Fachgeschäft beraten, wo es nicht nur eine große Auswahl an Schuhmodellen, sondern auch Verkäufer gibt, die sich mit der Materie auskennen und sich Zeit für die Beratung nehmen.
Die beste Zeit für den Schuhkauf ist der späte Nachmittag, dann sind die Füße meistens etwas dicker als am Morgen. Bringen Sie die Socken mit, die Sie später auch bei der Wanderung tragen wollen (am besten dick, gut passend und möglichst nahtlos, um Blasenbildung zu verhindern). Nennen Sie dem Verkäufer das geplante Einsatzgebiet der Schuhe und eine ungefähre Preisvorstellung (zwischen 100 € und 200 € sollte man einplanen).
Die Wanderschuhe sollten richtig geschnürt werden, sodass der Fuß Halt hat. Dann gilt es sich bewusst zu werden, ob sie irgendwo drücken oder einschnüren. Die Ferse sollte nicht verrutschen können (das Scheuern führt zu Blasen) und die Zehen dürfen nicht vorne anstossen. Wenn Sie den Fuß im nicht verschnürten Schuh ganz nach vorne schieben, sollte hinter der Ferse noch ein Finger locker passen, dann wird bei geschnürtem Schuh vor den Zehen noch etwa ein Zentimeter Platz sein. Lassen Sie sich Zeit, um das Fußgefühl richtig wahrnehmen zu können. Jede kleine Unbequemlichkeit beim Anprobieren kann beim Wandern schnell zur schmerzhaften Untragbarkeit werden. Probieren Sie verschiedene Modelle und Hersteller, bis der Wanderschuh wirklich perfekt passt.
Bei der Wahl des Materials stehen grundsätzlich Leder und Nylon zur Auswahl, mit Innenfutter zumeist aus Klimamembran. Bei richtiger Pflege ist Leder grundsätzlich haltbarer als Nylongewebe, aber auch schwerer.
Je weniger Nähte, desto besser, denn die Nähte der Wanderschuhe sind eine Schwachstelle, an der die Schuhe als erstes kaputt gehen können oder Wasser eindringen kann.
Grundsätzlich ist man bei Qualität und Tragekomfort mit Modellen bekannter Hersteller wie LOWA, Meindl, Dachstein oder Jack Wolfskin usw. eher auf der sicheren Seite als mit billigen Schuhen namenloser Firmen.
