Pfeffer

Pfeffer           Piper nigrum

Familie          Pfeffergewächse

 

Herkunft  

Der Pfeffer ist eines der wichtigsten Tropengewürze.

Die Heimat des Pfeffers liegt wahrscheinlich in Südindien an der Malabarküste.

In Europa war sein Gebrauch bei den Griechen  schon vor dem 4. Jahrhundert v. Chr. bekannt.

Im Mittelalter wurde Pfeffer dann auch als Heilmittel gebraucht.

Der Pfefferhandel befand sich fast ausschließlich in der Hand der Venezianer.

Nach der Entdeckung des Seeweges nach Indien ging er an die Portugieser über, die ihn 1503 nach Lissabon brachen.

Heute wird er hauptsächlich in Indonesien, auf Sumatra und den benachbarten Inseln angebaut. Wildwachesenden Pfeffer gibt es heute kaum noch.

 

Verwendete Pflanzenteile 

Zum Würzen werden die Früchte eingesetzt.

Grüner Pfeffer: Die unreifen, ganz frischen Früchte in   konservierter Form

Schwarzer Pfeffer: Die fast reifen, vollständigen und getrockneten Früchte

Weißer Pfeffer: Die vollreifen Früchte, deren äußeren  Fruchtwandschichten vor dem Trockenen entfernt wurde

 

Verwendung  

Schwarzer Pfeffer:

  • alle Sorten von gebratenem und geschmortem Rindfleisch
  • Tatar
  • Muscheln
  • Hülsenfruchtsuppen

 Weißer Pfeffer:

  • Kalbssteak
  • Schweineschnitzel
  • Geflügel
  • helle Saucen
  • Frikassee
  • grüne und andere Salate
  • Mayonnaise
  • Blumenkohl
  • Kartoffelgerichte

Grüner Pfeffer:

  • Tatar
  • Rindersteak
  • Lammkoteletts
  • Cognacbutter

 

Geschmack 

Schwarzer Pfeffer: scharf würziger Geruch und ein scharf brennender Geschmack.

Weißer Pfeffer: Geruch ist scharf, würzig, jedoch feiner und weniger stark als beim schwarzen Pfeffer. Auch der Geschmack ist ähnlich, jedoch milder und feiner

Grüner Pfeffer: sehr mild im Geschmack

           

Ernährungsphysiologische Wirkung und Dosierung    

Zur innerlichen Anwendung werden täglich 0,3 – 0,6g, maximal 1,5g der Frucht empfohlen.

Schwarzer Pfeffer wird zur Stimulierung des Verdauungssystems, bei Übelkeit, allgemeinen Verdauungsstörungen und bei Appetitmangel angewandt.

Das ätherische Öl, mit den Hauptwirkstoffen Piperin und zahlreiche strukturverwandten Alkaloiden, werden äußerlich bei Zahn- und Rheumaschmerzen angewendet

 

 

Rezeptempfehlung - Serviettenknödel mit Pfifferlingen

 

Zutaten

300 g Weißbrot altbacken, 300 ml Milch, 100g Mehl, Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskat, 3 Eigelb, 2 Eiweiß, 2El Öl, 350 g Pfifferlinge, 1 große Zwiebel, 60g Butter, 1 Tl getrockneter Estragon1 Bund glatte Petersilie fein gehackt

Zubereitung

Knödel

  • Das Brot würfeln. Lauwarme Milch über die Brotwürfel gießen. 20 Min ziehen lassen. Eier, Salz, Pfeffer, Muskat, Mehl, die Hälfte der Petersilie hinzufügen und alles zu einer Masse verkneten.
  • Ein Küchentuch anfeuchten. Die Knödelmasse auf dem Tuch verteilen und läng zu einer Rolle formen. Das Tuch fest aufrollen und an den Enden mit Küchengarn zubinden. Die Rolle in Salzwasser bei mittlerer Hitze 50-60 Min ziehen lassen. Mehrmals wenden.
  • Knödel aus dem Tuch nehmen und in Scheiben schneiden.

Soße

  • Pfifferlinge putzen,  Zwiebel abziehen und in Würfel schneiden.
  • Butter auslassen und Zwiebeln glasig dünsten. Pilze dazugeben und unter ständigem Rühren 10 min dünsten. Mit Salz, Pfeffer würzen, Sahne unterrühren und etwas einkochen lassen. Estragon und Petersilie hinzugeben und zusammen mit den Serviettenknödel servieren.