Holzprojekt für 15 Auszubildende in Gambia


Mein Name ist Biran Ngum, ich bin 35 Jahre alt und stamme aus einem kleinen Dorf in Gambia, Westafrika. Ich bin seit 2009 eingebürgerter Deutscher und lebe mit meiner Familie in Hamburg. Verheiratet bin ich seit zehn Jahren, mein Sohn ist acht Jahre alt.

Ich bin ausgebildeter Tischler mit einer Weiterbildung zur CAD-Fachkraft. Seit sechs Jahren arbeite ich als Geselle, davon ein Jahr in Großbritannien.

Da ich mein Heimatland Gambia gerne voranbringen möchte und gerne etwas für die Menschen dort tun würde, denke ich seit einigen Jahren über ein “Holzprojekt” dort nach. Armut und Arbeitslosigkeit sind hoch in Gambia und es gibt nur wenige Möglichkeiten für eine Berufsausbildung. Zudem ist die Holzverarbeitung ist nicht auf einem modernen Stand, die Qualität der Produkte stark verbesserungswürdig.

Bei dem Projekt soll es insbesondere darum gehen, jungen Leuten, die um die 20 Jahre alt sind, eine Ausbildung und Qualifizierung zu ermöglichen, damit sie für sich und ihre Familien den Lebensunterhalt verdienen können. Sie sollten, wenn sie in das Projekt kommen, einen Schulabschluss (High School-Ausbildung) haben. Perspektivisch soll ihnen das Projekt ermöglichen, einen eigenen, kleinenTischlereibetrieb eröffnen zu können. Auch können die Jugendlichen so Selbstbewußsein gewinnen und sich als Teil der Gesellschaft erleben.

Um im Land für technischen Fortschritt zu sorgen, ist es notwendig, die jungen Menschen im Land zu halten und auszubilden. Denn allzu viele müssen ihre Ausbildung im Ausland machen und bleiben dann dort. Landflucht ist ebenfalls ein Problem. Ein solches Projekt  könnte auch - vernetzt mit ähnlichen Entwicklungsprojekten - dazu beitragen, dass Gambia unabhängiger von den Industriestaaten und Importen werden kann.

Das Projekt wird sich um staatliche Unterstützung bemühen und will mit anderen Institutionen, Gruppen und Personen zusammenarbeiten, die sich in ähnlicher Richtung engagieren - und es sucht daher auch solche Kooperationspartner.

Die Ausbildung muss nicht 1:1 der Tischlerlehre in Deutschland entsprechen und auch nicht unbedingt drei Jahre lang sein, soll aber - praxisorientiert - die grundsätzlichen Fähigkeiten vermitteln, die der Beruf erfordert.

In dem Projekt soll neben den Grundlagen der Holzberufe auch die Arbeit mit modernen, hochwertigen Werkzeugen und Maschinen vermittelt werden. Insbesondere größere Maschinen zur Holzverarbeitung sind Mangelware in Gambia. Aber auch schon mit kleineren, einfachen Maschinen wäre mehr möglich, wenn die Leute nur das Wissen hätten.

Zudem soll das Projekt dazu beitragen, die Qualität der in Gambia hergestellten Holzprodukte zu verbessern. Beispiele: Bislang werden Holzverbindungen meist genagelt - Verbindungen durch Zapfung, Zinkung oder Nut und Feder sind unüblich. Wenn geleimt wird, wird zusätzlich noch genagelt, da man dem Leim allein nicht traut. Große Möbel werden nicht in Modulbauweise hergestellt und sind daher meist schwer, unhandlich und schlecht zu transportieren.

 



Das Projekt könnte beispielsweise Türen, Fenster, sowie Möbel (insbesondere für Schulen) produzieren. Auch beim Hausbau und möglicherweise auch der Ladeneinrichtung wären Kunden zu gewinnen. Das Projekt könnte zudem für andere Holzbetriebe, die technisch weniger gut ausgestattet sind, Vor- und Zuarbeit leisten. Als Kunden kommen Privatfirmen sowie öffentliche Einrichtungen, auch Hotels der Regierung oder Entwicklungsprojekte wie SOS-Kinderdörfer in Frage. Das zu verarbeitende Holz könnte das Projekt aus Gambia sowie Senegal und Guinea beziehen.

Die Ausbilder sollen einheimische Leute aus Holzberufen sein, die in Deutschland/Europa waren, dort Erfahrung gesammelt haben und nun wieder in Gambia arbeiten wollen. Verstärkt werden sollen sie durch Leute aus Deutschland/Europa, die temporär, phasenweise nach Gambia kommen, um als Ausbilder tätig zu sein. Die Lehrlingsgehälter und die Gehälter für die Ausbilder sollen langfristig aus den Einnahmen durch Arbeitsaufträge und Produktverkauf finanziert werden.

Das Tischlerei-Projekt sollte mit rund 20 Personen starten: ein bis drei Ausbilder, eine Person im Büro - und die Auszubildenen. Am besten in Stadtnähe, weil dann die Transportprobleme geringer sind.

Nötig wären: die Werkstatt, ein Büroraum, ein kleiner Aufenthaltsraum und besonders wichtig: ein Ausstellungsraum. Dort soll anhand von Produkten präsentiert werden, was die Werkstatt leisten kann. Um vor den häufigen Stromausfällen geschützt zu sein, bräuchte das Projekt einen Stromgenerator, für das Absaugen von Staub und Ventilation wäre ein Kompressor notwendig.

Für den Transport: ein Lkw, ein Pick Up und möglicherweise ein kleiner Bus, um die Leute zu fahren (zur Kostenminderung sinnvoll wäre hier der Kauf gebrauchter Fahrzeuge).

Bei den Geräten für die Werkstatt wäre bei der angestrebten Projektgröße die folgende Ausstattung wünschenswert (wobei der Kauf gebrauchter Maschinen zur Kostenminderung sinnvoll wäre):

 

  • 3-4 Kreissägen
  • 1 Kettensäge
  • 1 Bandsäge
  • 1 Bandschleifer
  • 1 Abrichthobelmaschine
  • 2 Dickenhobelmaschinen

  • 2 Oberfräsmaschinen
  • 1 Standardbohrmaschine



Biran Ngum

Suhrenkamp 22a

22335 Hamburg



Im moment lernen die Kinder im Freien, wo es staubig, dreckig & windig ist! Kein richtiges Lernfeld!


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Meine Idee:

Sparen und Gutes tun

Wer bei seinen täglichen Einkäufen sparen kann, indem man z.B. Gutscheincodes und Rabatte benutzt, der kann das gesparte Geld leichter für wohltätige Zwecke einsetzen, wie z.B. dem Holzprojekt in Afrika.



Dank vielen helfenden Menschen, können die Kinder nun in einem guten Umfeld lernen und das haben wir geschafft. Natürlich brauchen wir weiterhin Unterstützung, da noch viel in Gambia gemacht werden muss!