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Was ist Yoga?
Yoga bedeutet soviel wie Joch und ist eine über 2000 Jahre alte indische Lehre, die zum Ziel hat, Körper und Geist in Zucht zu nehmen, um so in Harmonie mit sich selbst, den Mitgeschöpfen und dem gesamten Kosmos zu leben.
Die unterschiedlichen Formen des Yoga
Man unterscheidet im Wesentlichen vier Yoga-Arten:
- Jnana-Yoga – Yoga des Wissens
- Karma-Yoga – Yoga der Tat
- Bhakti-Yoga – Yoga der liebenden Hingabe
- und Hatha-Yoga – Yoga des Körpers
Hatha-Yoga
Bei uns im Westen ist der Hatha-Yoga weit verbreitet, da man diese Yogaform, die sich vor allem den körperlichen Aspekten des Yoga widmet, auch dann ausüben kann, wenn man sich mit den philosophischen Grundlagen dieser indischen Lehre nicht identifizieren kann. Hatha-Yoga könnte man als eine Art sanfter und langsamer Gymnastik beschreiben, die, regelmäßig betrieben, die Geschmeidigkeit des Körpers fördert, die Organe und Drüsen gesund erhält und zu einem ausgeglichenen Gemütszustand führt. Gerade die langsame Gymnastik ist mit entsprechender Yoga Kleidung viel besser durchführbar, daher sollte man bei Yoga immer auf eine leichte und angenehm zu tragende Kleidung achten.
Die Hauptelemente des Hatha-Yoga
- Asanas: Damit sind eine Reihe von Körperhaltungen gemeint, die über einen längeren Zeitraum bewegungslos eingehalten werden. Man geht sowohl langsam in die statische Phase ein als auch wieder aus ihr heraus, wobei ein besonderes Augenmerk der Atmung gilt. Durch die Vielzahl der Asanas werden im Lauf einer Übungsreihe sämtliche Muskelgruppen beansprucht, alle Bänder und Sehnen gedehnt, die inneren Organe massiert und die Drüsen angeregt. Das Üben der Asanas ist also ein echtes Ganzkörpertraining, das sich vor allem dadurch auszeichnet, dass keine Muskelgruppe auf Kosten einer anderen übermäßig entwickelt wird und alle Übungen so ausgeführt werden, dass sie die individuelle Leistungsfähigkeit des Übenden nicht überschreiten. Diese Yoga-Form kann daher von Menschen jeden Alters und jeder körperlichen Fitness gleichermaßen mit Gewinn ausgeübt werden.
- Pranayama: Die Atmung (Pranayama) spielt im Yoga eine sehr wichtige Rolle, da nur durch eine ausreichend tiefe Atmung alle Zellen unseres Körpers mit Sauerstoff versorgt werden. Eine zu flache Atmung hat nicht nur negative Auswirkungen auf den Organismus, sondern auch auf das psychische Wohlbefinden. Im Yoga lernt man, bei jeder Übung ruhig und bewusst zu atmen, was sich positiv auf das Alltagsleben auswirkt.
- Entspannung und Meditation: Auf jedes Asana folgt eine kurze Zeit der Entspannung, da nur der stetige Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung die Gesundheit und das Wohlbefinden fördert. Mit entsprechender Yoga Musik kann diese Wirkung noch verbessert werden.
Ein gesunder Körper und ein ruhiger Geist schließlich sind optimal vorbereitet für das eigentliche Ziel des Yoga – die Meditation, die den Menschen bewusst mit dem großen Ganzen in Berührung bringt und so zu seiner wahren Bestimmung führt.

