Prostatakrebs

Bei Prostatakrebs handelt es sich um ein bösartiges Geschwulst der Vorsteherdrüse, also der Prostata, des Mannes. Dies ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Für die Lebensqualität des Mannes hat das Erkennen und eine sofortige Behandlung des Krebses eine große Bedeutung. Prostatakrebs tritt häufig ab ca. 50 Jahren auf. 

 

Symptome

Oftmals werden, wie bei anderen Krebserkrankungen auch, keine Symptome im Anfangsstadium bemerkt. Gelegentlich zeigen sich Probleme beim Wasserlassen. Ein frühes Erkennen ist von großer Bedeutung. Denn je eher der Prostatakrebs erkannt wird umso besser sind die Heilungschancen. Ist der Krebs schon fortgeschritten, dann können folgende Symptome auftreten:

 

  • Blasenentleerungsstörungen
  • Knochenschmerzen
  • Gewichtsabnahme
  • Blutarmut
  • Schmerzen im unteren Rücken (ggf. Anzeichen für Metastasen Bildung in der Wirbelsäule)

 

 

Diagnose und Behandlung

Jeder Mann sollte regelmäßig zur Krebsvorsorgeuntersuchung gehen. Hier wird mit der Tastuntersuchung gezielt nach einer Prostatavergrößerung im Enddarm gesucht. Bestätigt sich diese, dann erfolgt meist eine Blutuntersuchung im Anschluss. Mittels der Blutuntersuchung wird der PSA-Wert (das prostataspezifische Antigen) bestimmt. Ist dieser Wert erhöht, dann liefert es einen Hinweis auf eine Störung in der Prostata. Ist der Wert nur gering erhöht, so wird meist eine Kontrolluntersuchung des Blutwertes in einigen Monaten vorgenommen. Bei einem erhöhten Wert wird zur weiteren Diagnostik Gewebe entnommen. Mittels Ultraschallsicht und einer Biosienadel wird durch den Enddarm Gewebe entnommen. Erst nach der feingeweblichen Untersuchung kann der Arzt sicher sagen, ob es sich um Prostatakrebs handelt und in welchem Stadium er sich befindet. Begrenzt sich der Krebs nur auf die Prostata, so hat man gute Heilungschancen. Um sicher zu sein, dass nur dies vorliegt und nicht noch ein Skelettbefall, wird vor der Operation meist noch ein Ganzkörper-Skelettzintigraphie vorgenommen. Hier schaut man, ob noch Metastasen gestreut wurden. Findet man keine sichtbaren Ableger des Prostatakarzinoms, so wird meist die komplette Prostata entfernt. Bei dieser OP kann man gleichzeitig schauen, ob Lymphknoten in der Leistengegend befallen sind.

 

Hat der Tumor sich schon außerhalb der Prostata verbreitet, hat man noch folgende Behandlungsmöglichkeiten: Der Prostatakrebs wächst nur sehr langsam. Ein aktives Beobachten hat sich bei vielen Patienten bewährt. Aber auch die komplette Entfernung der Prostata ist möglich. Hat der Krebs gestreut, dann kann sich eine Strahlentherapie, Chemotherapie oder auch Hormontherapie anschließen. Besprechen Sie alles mit Ihrem Arzt.