Gebrauchtwagenkauf: Worauf muss man achten?

Beim Gebrauchtwagenkauf hat man grundsätzlich die Wahl zwischen Händlern und privaten Anbietern. Händler von Gebrauchtwagen sind verpflichtet auf ihre Fahrzeuge eine Gebrauchtwagengarantie zu geben, was bei Angeboten aus privater Hand entfällt. Dafür ist der Kauf von Privat in der Regel günstiger. Um ein gutes und günstiges Fahrzeug zu finden, sollte man zuerst die Kfz-Inserate im Internet und den einschlägigen Zeitungen durchforsten.

Die erste Kontaktaufnahme mit den Anbietern erfolgt häufig per Telefon. Wichtige Fakten wie Unfallschäden, Mängel, die Zahl der Vorbesitzer und der nächste TÜV und ASU Termin sollten gleich im ersten Gespräch geklärt werden, um unnütze Ortstermine zu vermeiden. Wenn die telefonischen Aussagen nicht mit den Daten im Inserat übereinstimmen ist Vorsicht geboten. Seriöse Verkäufer verschweigen und beschönigen nichts und legen die wichtigen Fakten auf den Tisch. Im Vorteil ist sicherlich derjenige, der sich vorher in einem Automagazin umfassend informiert hat und über eventuelle Mängel und Schwachstellen sowie Marktpreise Bescheid weiß. Wer lieber im Internet Informationen suchen möchte, um beim Kauf des nächsten Gebrauchtwagens keine bösen Überraschungen zu erleben, kann z.B. unter Autos-gebraucht.com wichtige Informationen erhalten.

Beim Ortstermin sollte man sich ausgiebig Zeit nehmen, um den Wagen genau zu inspizieren. Falls der Verkäufer auf einen schnellen Vertragsschluss drängt ist Vorsicht geboten. Ein Blick in den letzten TÜV-Bericht ist unverzichtbar, der Verkäufer sollte eventuelle Reparaturen durch entsprechende Rechnungen belegen können. Der Kilometerstand des Fahrzeugs und die Anzahl der Vorbesitzer sollte zu dem allgemein Zustand passen. Ausgeleierte Gurte und abgewetzte Sitzbezüge sind bei einem Gebrauchtwagen unter 100.000 Km nicht zu erwarten. Eventuelle Unfallschäden sollten klar benannt und gegebenenfalls nachgewiesen werden können. Immer wieder kommt es vor, dass einzelne Verkäufer versuchen Unfallschäden zu verschweigen, um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen. Um sich vor Betrügern zu schützen, sollte man die Spaltmaße an der Motorhaube und den Türen prüfen. Ungleiche Abstände zwischen den Karosserieteilen deuten auf vertuschte Unfallschäden hin.

Ein Gerät zur Messung der Lackdicke, ist ein wertvolles Hilfsmittel um versteckte Schäden aufzuspüren. Unterschiedlich dicke Lackschichten entstehen typischerweise beim überspachteln und überlackieren von Beulen in der Karosserie. Ein weiterer prüfender Blick sollte dem Fahrzeugunterboden gelten. Hier macht sich der gefährliche Rost zuerst bemerkbar. Der Unterboden sollte über einen intakten Unterbodenschutz verfügen und keine frischen Ausbesserungen aufweisen. Windige Verkäufer kaschieren mit dem Aufsprühen von Unterbodenschutz rostige Stellen, die später aufwändig saniert werden müssen.

Eine Probefahrt, am besten mit einem aufmerksamen Beifahrer, gehört zu jedem sorgfältigen Gebrauchtwagenkauf. Der Motor sollte sauber und rund laufen, klappernde oder rasselnde Geräusche deuten auf Schäden am Motor hin, was den Kauf hinfällig macht. Beim Blick in den Motorraum sollte auf Rost, Reparaturspuren und Ölverlust geachtet werden. Die gefürchteten Schäden an der Zylinderkopfdichtung können manchmal durch schäumendes Motoröl und helle Schlacken am Deckel der Öleinfüllung erkannt werden.
Der Verkäufer sollte den ordnungsgemäßen Besitz des Fahrzeugs nachweisen können und über den Fahrzeugschein bzw. Brief verfügen. Wenn die Überprüfung des Gebrauchtwagens zufriedenstellend verlaufen ist, steht dem Kauf nichts mehr im Wege.