Zinsen für Tagesgeld und Festgeld auf Niveau unterhalb der Inflationsrate
Unter Berücksichtigung der Abgeltungssteuer liegen die aktuellen Zinssätze für Tagesgeld unter der aktuellen Inflationsrate. De facto bedeutet das: Wertvernichtung!
Und ob die Einlagen angesichts der Eurokrise und der hohen Staatsverschuldung wirklich sicher sind? Nicht ohne Grund wurde “STRESSTEST” zum Wort des Jahres 2011 gekührt.
Wie sieht es dagegen mit Kapitalanlagen in Beteiligungen – sogenannte geschlossene Fonds – aus?
Hier einige Überlegungen, wie man solche risikobehafteten Anlagen doch zu einem renditestarken Portfolio mischen kann und dabei die Sicherheit auf ein hohes Maß erhöhen kann.
Beteiligungen versprechen eine hohe oft zweistellige Rendite. Dafür bergen Sie unternehmerische Risiken. Im schlimmsten Fall droht dem Anleger ein Totalverlust.
Als Vorteile bieten Sie eine Vielfalt an Anlageklassen und Investitionsmöglichkeiten abseits der Börsen, die sonst nur Großanlegern, Banken und Versicherungsunternehmen offen stehen.
“Nicht alle Eier in einen Korb legen!”
Kombiniert man nun mehrere Beteiligungen (geschlossene Fonds) zu einem Anlageportfolio, so sinkt die statistische Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls. Hierfür ist allerdings eine entsprechende Anlagesumme nötig, da die Mindestinvestmentsummen bei Beteiligungen in der Regel bei 10.000 Euro beginnen. Um als 5 bis 6 solcher Fonds zu einem sichereren Portfolio zu kombinieren, ist eine Anlagesumme von 50.000 bis 100.000 Euro notwendig.
Dafür kann sich das zu erwartende Ergebnis im Verleich zu einer Geldanlage in Tagesgeld , Festgeld oder Bundesschatzbriefen unter Renditegesichtspunkten sehen lassen. Und bei der Sicherheit schneidet das Sachwert-Portfolio ziemlich gut ab, wie man an dem nachfolgenden Beispiel sehen kann.
Die Wahrscheinlichkeit dass bei einer Verteilung der Anlagesumme auf 5 bis 6 Beteiligungsfonds alle Fonds total ausfallen, dürfte sehr gering sein. Aber selbst bei Ausfall von 20% bis 45% der Kapitalanlagen, schneidet das Sachwertportfolio aufgrund der höheren Renditeerwartung immer noch deutlich besser ab als die Geldanlage.
Wenn alles läuft wie versprochen, entwickelt sich das eingesetzte Kapital zu einem anschaulichen Vermögen. Ein möglicher Übergewinn wird meist zwischen Fondsgesellschaft und Anleger geteilt.
Kommt es aufgrund des unternehmerischen Rsisikos oder durch Fehler der Fondsführung doch zu einzelnen Ergebnisabweichungen oder Ausfällen, so sind diese aufgrund des hohen Grundrenditeniveaus dennoch leicht zu verkraften.
Im Vergleich dazu kommt die Geldanlage aktuell sehr schlecht weg. Und mit der Sicherheit unserer Geldwerte ist es ja auch nicht gerade gut bestellt.
Die im Beispiel angenommen 3% Nettorendite sind aktuell am Markt nicht realisierbar. Auf Zinsen wird zudem eine Abgeltungssteuer von 25% erhoben. Aktuell müssen sich Geldanleger mit rund 2% netto begnügen. Die werden von der Teuerungsrate vollständig aufgefressen.
Fazit: Sachwertanlagen clever kombinieren und mit hoher Sicherheit und Top-Rendite der Geldwertanlage die Show stehlen. So kommen Sie gut durch die Krise.
Weitere Informationen auch unter statesnews.org.
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Sehr schöne Darstellung der Frage, ob eine Beteiligung oder Tagesgeld die bessere Anlagealternative darstellt. Kann man auch mit 35.000 Euro hier schon einen Anlagemix hinbekommen? Ich könnte in einem halben Jahr noch mal 10.000 Euro nachinvestieren.
Hallo Herr Meyer!
Je geringer die Anzahl der unterschiedlichen Investments im Anlagemix, desto höher das Risiko, wenn mal eine oder mehrere Beteiligungen nicht so laufen, wie geplant.
Da solche Kapitalanlagen in der Regel über einen Zeitraum von 5 bis 15 Jahren laufen, kann man das Portfolio bei entsprechender Anlagedisziplin natürlich auch nach und nach aufbauen. Insofern sind 25.000 Euro für den Start mit 2 Beteiligungsfonds und Folgeinvestments ab 10.000 Euro für den risikobewussten Anleger durchaus eine Alternative.