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München entschuldigt sich für Missbrauch von Heimkindern
- 28.07.2011 Der Münchner Stadtrat hat sich in einer öffentlichen Erklärung für die Misshandlung von Kindern in städtischen Heimen in den Jahren 1950 und 1975 entschuldigt. In den drei städtischen Heimen seien in dieser Zeit immer wieder - auch systematisch - elementare Grundsätze der Unantastbarkeit der Menschenwürde und des Rechts auf persönliche Freiheit und körperliche Integrität missachtet worden, hieß es in der Erklärung. Den jungen Menschen sei Leid und Unrecht widerfahren.
![]() München © John Macdougall |
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Die Stadt München werde "selbstverständlich" in den Entschädigungsfonds für ehemalige Heimkinder Geld einzahlen, sobald dieser gegründet ist, versicherte der Stadtrat. Für den Stadtrat und Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) habe oberste Priorität, dass sich solche Menschenrechtsverletzungen in den städtischen Heimen in Zukunft nicht mehr wiederholen.
Von den ingesamt 3169 Kindern, die in dem 25-jährigen Zeitraum in Münchner Heimen untergebracht waren, konnte laut dem Bericht eines Projekts zur Aufarbeitung der Missbrauchs- und Misshandlungsfälle das Jugendamt knapp 30 Prozent mit Anschreiben erreichen. Nur 69 von diesen Kindern meldeten sich demnach zurück. Von diesen hätten 20 berichtet, dass sie misshandelt wurden. Die Stadt geht davon aus, dass es sich bei den Fällen nur um die Spitze des Eisbergs handelt und tatsächlich deutlich mehr Kinder missbraucht und misshandelt wurden.
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