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München 2018: Vesper reicht Gegnern die Hand
21.04.2010 Michael Vesper sucht den Friedensschluss mit den Olympia-Gegnern. Der Aufsichtsratschef der Münchner Bewerbung für 2018 hat den Umweltschützern erneut die Hand gereicht.
Michael Vesper, Aufsichtsratschef der Münchner Olympia-Bewerbung um die Winterspiele 2018, hat Umweltschützern erneut die Hand gereicht. "Es werden die umweltfreundlichsten Spiele aller Zeiten. Wir bieten nach wie vor allen Naturschutzorganisationen an, an der Gestaltung des Umweltkonzepts sehr konkret mitzuwirken", sagte Vesper im Sportausschuss des deutschen Bundestages.
Durch die Eröffnung eines Informationsbüros in Garmisch-Partenkirchen werde am 18. Mai ein weiterer wichtiger Schritt getan, um die Bürger über die Spiele und deren Nachhaltigkeit aufzuklären. In der Marktgemeinde regt sich hoher Widerstand gegen die Spiele durch Umweltschützer.
Politiker mahnen zur Umsicht
Einige Sportpolitiker mahnten an, dass die Winterspiele nicht um jeden Preis nach Deutschland geholt werden dürften. "Mit Superlativen wäre ich vorsichtig. Wir sind sehr gespannt auf den Umweltbericht", sagte die Grünen-Politikerin Viola von Cramon. SPD-Politiker Martin Gerster Meinte: "Wir wollen, dass die Bewerbung zum Erfolg geführt wird. Zum Erfolg führen heißt nicht nur, dass die Spiele nach Deutschland kommen. Es gehört auch die Nachhaltigkeit dazu und das die Kosten im Rahmen bleiben."
Frank Steffel (CDU) bezeichnete die Ablehnung von 20 bis 30 Prozent als in einer Demokratie normal und mahnte: "Wenn wir die Ablehnung in der Bevölkerung permanent thematisieren und nicht geschlossen hinter der Bewerbung stehen, dann sollten wir es lassen. "
Bundesliga soll Bewerbung unterstützen
Der mit 30 Millionen Euro angesetzte Bewerbungsetat ist laut Vesper beinahe zusammen. Man habe bereits zwei Drittel des Budgets und hoffe, dass der Etat bald stehe. Unterstützung erhoffe man sich auch von der Fußball-Bundesliga, die an einem Spieltag für die Spiele werben soll. Sollte München den Zuschlag erhalten, sei es laut Vesper das Ziel, das Budget für die reine Organisation der Spiele mindestens mit einer schwarzen Null abzuschließen.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet am 6. Juli 2011 in Durban/Südafrika über die Vergabe der Winterspiele 2018. Neben München bewerben sich das französische Annecy sowie Pyeongchang in Südkorea um die Austragung.
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