Letzte Kommentare
Özdemir will soziales Profil der Grünen schärfen
ddp_politik - Erfurt (ddp-lth). Der designierte Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir will sich für ein stärkeres sozial- und bildungspolitisches Profil seiner Partei einsetzen. Özdemir sagte am Freitag vor Beginn des Gr ...
![]() |
ddp_politik - Erfurt (ddp-lth). Der designierte Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir
will sich für ein stärkeres sozial- und bildungspolitisches Profil
seiner Partei einsetzen. Özdemir sagte am Freitag vor Beginn des
Grünen-Bundesparteitages in Erfurt: «Die Grünen müssen dafür stehen,
dass alle Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft eine
berufliche Aufstiegsmöglichkeit erhalten.» Die Grünen-Vorsitzende
Claudia Roth betonte, sie könne gemeinsam mit dem türkischstämmigen
EU-Abgeordneten die Vielfalt der Partei repräsentieren.
Auf dem dreitägigen Parteitag wollen die Grünen unter dem Motto
«Mehr bewegen!» inhaltliche und personelle Weichen für das Wahljahr
2009 stellen. Im Mittelpunkt stehen die Wahl der neuen Parteiführung
sowie von Fraktionschefin Renate Künast und Fraktionsvize Jürgen
Trittin zu Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl. Während Roth für
eine weitere Amtszeit kandidiert, bewirbt sich Özdemir für die
Nachfolge des scheidenden Parteichefs Reinhard Bütikofer.
Roth verwies darauf, dass Özdemir «der erste Vorsitzende einer
Partei in der Bundesrepublik Deutschland mit Migrationsgeschichte»
wäre. Dafür sei es «allerallerhöchste Zeit». Denn es sei «Ausdruck
der Realität in unserer Einwanderungsgesellschaft», dass «endlich
auch jemand, der Cem Özdemir heißt, ganz selbstverständlich und ganz
normal Parteivorsitzender sein kann».
Özdemir betonte, er werde sich nicht wegen seiner türkischen
Herkunft auf das Thema Migration «reduzieren» lassen. Schließlich sei
er über die Ökologie zu den Grünen gekommen. Er fügte hinzu: «Ich
stehe für die gesamte politische Spannbreite der Grünen.»
Trittin wies derweil Forderungen aus seiner Partei zurück, den
Umstieg auf ausschließlich erneuerbare Energien deutlich schneller zu
vollziehen als bislang gefordert. Der Wunsch, «dass wir möglichst
schnell möglichst viel erneuerbare Energien haben», sei zwar in der
Partei Konsens. Die Grünen müssten aber aufpassen, dass sie sich in
der Energiepolitik «nicht angreifbar machen».
Trittin reagierte damit auf Vorstöße, wonach sich die Grünen für
eine 100-prozentige Stromversorgung aus regenerativen Energien
bereits für 2020 oder 2030 einsetzen sollten. Über entsprechende
Anträge wollte am Freitagabend der Grünen-Parteitag beraten.
Der frühere Bundesumweltminister mahnte, notwendig sei, in
entsprechenden Beschlüssen alle Instrumente der Energiewende zu
benennen. Die Grünen lehnten zu Recht neue zusätzliche
Kohlekraftwerke ab, sagte Trittin. Sie könnten aber nicht
gleichzeitig den Neubau von Gaskraftwerken verhindern und faktisch
gegen den Emissionshandel sein. Eine solche Position sei
«klimapolitisch falsch». Trittin fügte hinzu: «Wenn man das alles
blockiert, landet man am Ende bei der Atomenergie».
(ddp)
Auswertung:
Zeige diese News deinen Freunden auf Facebook:Du suchst nach anderen Informationen?
Dann gib deinen Suchbegriff einfach hier ein:
News der gleichen Kategorie
21. Mai 2012 Zeitung: Energiegipfel mit umfassender und ergänzter Themenliste 16 Rubrik: Politik_D
21. Mai 2012 Nato-Gipfel: Afghanische Truppen sollen 2013 Kampfeinsätze leiten 13 Rubrik: Politik_D
21. Mai 2012 Opposition kritisiert Nato-Forderung zu Parlamentsvorbehalt 19 Rubrik: Politik_D
21. Mai 2012 Graumann: Sarrazin instrumentalisiert den Holocaust 20 Rubrik: Politik_D
Stammleser Bestenliste:
| cordoba176 | 1308 |
| carriebradshaw | 754 |
| Oricon | 726 |
Das bewegt die Leser:
Aktuelle Twittermeldungen:
CamiloSanchis (Camille Sanchis) "@Telerama: Le Kindle Touch d








