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Magazin: Bund beginnt mit Entschädigung der Opfer von Kundus
- 12.02.2010 Die Bundesregierung hat nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Focus" mit der Entschädigung der Opfer des Luftangriffes in Nordafghanistan begonnen. So seien Lebensmittelpakete, Decken und Brennstoff nach Kundus gebracht und dort an die Hinterbliebenen verteilt worden, berichtete das Magazin am Freitag vorab.
![]() © ddp |
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Bei dem von einem deutschen Offizier befohlenen Luftschlag gegen zwei von Taliban gekaperte Tanklaster am 4. September 2009 waren bis zu 142 Menschen ums Leben gekommen. Am 22. und 23. Februar verhandelt der Bremer Opferanwalt Karim Popal mit Vertretern des Verteidigungsministeriums. Laut Popal sollen neben einem Waisenhaus eine Milch-Genossenschaft, ein Landbeschaffungsprojekt, eine Teppichknüpferei und eine Gerberei finanziert werden.
Derweil bleibt die Rolle der KSK-Soldaten bei dem Bombardement ungeklärt. Vor dem nicht öffentlich tagenden parlamentarischen Untersuchungsausschuss soll der damals befehlshabende Oberst Georg Klein laut "Focus" ausgesagt haben, dass sich mehr Soldaten in der KSK-Operationszentrale der "Task Force 47" als bekannt befanden: "Sechs konnte ich nicht zuordnen." Den von ihm befohlenen Luftangriff selbst bezeichnete Klein "aus damaliger Sicht" als "recht- und verhältnismäßig".
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Warum verteilt die Bundesregierung nicht auch gleich bunte Glasperlen, wie man es schon zu den Anfangszeiten der Kolonisierung getan hatte?
Herr Popal hat recht! Wären die geforderten Betriebe schon zu Beginn des Krieges von den Deutschen gebaut worden, hätten wir ein besseres Ansehen bei der Bevölkerung, als wir es heute haben. Ganz davon abgesehen, sind militärische Einsätze ungleich teurer, als der Bau ziviler Einrichtungen.
Hoffentlich wird die Ausgleichzahlung nicht wieder so in die Länge gezogen, wie damals die Zahlungen an die Kriegsopfer; da nahm schon die umständliche Gründung einer Abwicklungs-gesellschaft und die Einsetzung ausrangierter Staatsbediensteter eine Menge Zeit ein.