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Banken wollen Kartenfehler mit Software-Update beheben
07.01.2010 Banken und Sparkassen wollen die fehlerhaften EC- und Kreditkarten ihrer Kunden so schnell wie möglich wieder voll funktionsfähig machen. Dazu wollen sie den fehlerhaften Chip auf den Karten wenn möglich neu programmieren, wie der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) mitteilte, in dem die Bankenverbände zusammengeschlossen sind. Die Kunden müssten dazu ihre Bankfiliale aufsuchen.
![]() EC-Karten © Lennart Preiss |
Mit einer neuen Software werde der Fehler auf den Karten behoben, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mit. Durch diesen Fehler konnten Automaten und Lesegeräte die Jahreszahl 2010 auf dem goldfarbenen Chip der Karten nicht richtig verarbeiten, so dass zahlreiche Kunden Probleme beim Geldabheben und Bezahlen hatten.
Diese Software gebe es allerdings noch nicht, sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Banken. Sie müsse zunächst geschrieben und dann getestet werden. "Erst dann können wir mit Sicherheit sagen, ob ein Update flächendeckend, schnell und sicher möglich ist." Einen Zeitrahmen dafür wollte der Sprecher nicht nennen.
Bei den Privatbanken sind 2,5 Millionen Karten betroffen, bei den Volks- und Raiffeisenbanken vier Millionen und bei den Sparkassen und Landesbanken 23,5 Millionen Karten. Der DSGV erklärte daher, er werde "noch in dieser Woche" einen konkreten Zeitplan und konkrete Handlungsempfehlungen für die Kunden von Sparkassen und Landesbanken veröffentlichen. Die Institute würden sich zudem direkt mit den Kunden in Verbindung setzen, um Hilfe anzubieten.
Das geplante Update der Software, an dem die Experten der Sparkassen-Finanzgruppe mit Hochdruck arbeiteten, mache einen Austausch der Karten unnötig, erklärte der DSGV. Dieser würde bei der Gesamtzahl der betroffenen Karten mehrere Monate dauern. Dies solle den Kunden nicht zugemutet werden.
Kunden mit fehlerhaften Karten müssten die Neuprogrammierung wahrscheinlich an einem Geldautomaten vornehmen. "Man muss sich das so vorstellen wie einen Ladevorgang bei der Geldkarte", sagte eine Sprecherin des Zentralen Kreditausschusses.
Die Deutsche Bundesbank warf der Kreditwirtschaft unterdessen Versäumnisse vor. Die Branche müsse "ihre Informationspolitik verbessern", sagte das für den Zahlungsverkehr zuständige Vorstandsmitglied der Zentralbank, Hans Georg Fabritius, dem "Handelsblatt". Er forderte die Banken auf, "Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass ein Problem dieser Größenordnung künftig nicht mehr auftreten kann".
© AFP
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