Ministerium verteidigt Uralt-Unterwäsche für Soldaten
- 23.09.2009 Soldaten der Bundeswehr müssen in Afghanistan teils mit Jahrzehnte alter Unterwäsche vorliebnehmen. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin einräumte, werden am Hindukusch bei Einsätzen in extremer Kälte "Wirkplüsch-Unterhosen" ausgegeben, die bereits bei NATO-Missionen "in den vergangenen Jahrzehnten" getragen worden sind.
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"Das heißt nicht, dass die Unterwäsche schlecht, defekt ist, sondern sie ist bewährt", argumentierte der Sprecher von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU). Es handele sich schlichtweg um "älteres Material, das voll einsatzfähig ist", und es sei unverantwortlich gegenüber dem Steuerzahler, dieses wegzuschmeißen.
Für die FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff ist der Zustand allerdings nicht haltbar. "Soldaten mit 40 Jahre alter Unterwäsche nach Afghanistan zu schicken, ist abenteuerlich", sagte sie der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe).
Das Ministerium bestätigte zugleich den Bericht des Blattes, wonach im Afghanistan-Einsatz bei rund 200 Kampfstiefeln die Sohlen gebrochen waren. Diese seien jedoch wegen "technischer Fertigungsfehler" längst ausgetauscht.
Jungst Sprecher verwahrte sich ausdrücklich gegen den Eindruck, die Bundeswehr am Hindukusch sei mit "Schrott" oder gar "Lumpen" ausgestattet. Generell befänden sich die Soldaten "auf dem neuesten Stand der Bekleidungstechnik".
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CamiloSanchis (Camille Sanchis)
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Ihr Kommentar
wenn es dem Steuerzahler nicht zumutbar ist die Sachen wegzuwerfen, würde ich gerne mal wissen wie hoch bisher die Lager und Verwaltungskosten für diese Unterwäsche in den letzten 40Jahren waren die dem Steuerzahler zugemutet wurden
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wenn es dem Steuerzahler nicht zumutbar ist die Sachen wegzuwerfen, würde ich gerne mal wissen wie hoch bisher die Lager und Verwaltungskosten für diese Unterwäsche in den letzten 40Jahren waren die dem Steuerzahler zugemutet wurden