23.09.2009 16:55 Alter 3 Jahre Rubrik: Politik_D 255

Ministerium verteidigt Uralt-Unterwäsche für Soldaten

- 23.09.2009 Soldaten der Bundeswehr müssen in Afghanistan teils mit Jahrzehnte alter Unterwäsche vorliebnehmen. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin einräumte, werden am Hindukusch bei Einsätzen in extremer Kälte "Wirkplüsch-Unterhosen" ausgegeben, die bereits bei NATO-Missionen "in den vergangenen Jahrzehnten" getragen worden sind.


©  ddp

-

"Das heißt nicht, dass die Unterwäsche schlecht, defekt ist, sondern sie ist bewährt", argumentierte der Sprecher von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU). Es handele sich schlichtweg um "älteres Material, das voll einsatzfähig ist", und es sei unverantwortlich gegenüber dem Steuerzahler, dieses wegzuschmeißen.

Für die FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff ist der Zustand allerdings nicht haltbar. "Soldaten mit 40 Jahre alter Unterwäsche nach Afghanistan zu schicken, ist abenteuerlich", sagte sie der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe).

Das Ministerium bestätigte zugleich den Bericht des Blattes, wonach im Afghanistan-Einsatz bei rund 200 Kampfstiefeln die Sohlen gebrochen waren. Diese seien jedoch wegen "technischer Fertigungsfehler" längst ausgetauscht.

Jungst Sprecher verwahrte sich ausdrücklich gegen den Eindruck, die Bundeswehr am Hindukusch sei mit "Schrott" oder gar "Lumpen" ausgestattet. Generell befänden sich die Soldaten "auf dem neuesten Stand der Bekleidungstechnik".

()


Wie fühlst du dich bei dieser Nachricht ? Stimme ab!


schrecklich

langweilig

erfreulich

lustig

interessant

traurig

schön

ärgerlich

Auswertung:

Zeige diese News deinen Freunden auf Facebook:
2 Kommentare

Seite 1 von 1 1

#1 Uwe Ballon schrieb am 25.09.2009 16:55 answer

Ihr Kommentar

wenn es dem Steuerzahler nicht zumutbar ist die Sachen wegzuwerfen, würde ich gerne mal wissen wie hoch bisher die Lager und Verwaltungskosten für diese Unterwäsche in den letzten 40Jahren waren die dem Steuerzahler zugemutet wurden Mr. Green

#2 Uwe Ballon schrieb am 30.09.2009 22:13 answer

Ihr Kommentar

wenn es dem Steuerzahler nicht zumutbar ist die Sachen wegzuwerfen, würde ich gerne mal wissen wie hoch bisher die Lager und Verwaltungskosten für diese Unterwäsche in den letzten 40Jahren waren die dem Steuerzahler zugemutet wurden Mr. Green

Einen Kommentar schreiben

smile zwinker Big Grins Confused Cool Cry Eek Evil Frown Mad Mr. Green Neutral Razz Redface Rolleyes Sad Surprised


News der gleichen Kategorie

21. Mai 2012 Zeitung: Energiegipfel mit umfassender und ergänzter Themenliste 14 Rubrik: Politik_D

- Bei dem Gipfeltreffen zur Energiewende am Mittwoch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel soll das gesamte Spektrum energiepolitischer Themen abgearbeitet werden. Das berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe), dem die...

21. Mai 2012 Nato-Gipfel: Afghanische Truppen sollen 2013 Kampfeinsätze leiten 12 Rubrik: Politik_D

Nach dem Willen der 28 Staats- und Regierungschef der Nato sollen die Sicherheitskräfte in Afghanistan bereits Mitte des kommenden Jahres Kampfeinsätze gegen die Taliban leiten. "Unser Ziel ist es, dass die afghanischen Truppen ...

21. Mai 2012 Opposition kritisiert Nato-Forderung zu Parlamentsvorbehalt 18 Rubrik: Politik_D

- Die Aufforderungen in der Nato an Mitgliedstaaten wie Deutschland, ihre Parlamentsvorbehalte zu modifizieren, um den Einsatz gemeinsamer Waffensysteme zu erleichtern, stoßen im Bundestag auf Vorbehalte. "Einer Aufweichung des...

21. Mai 2012 Graumann: Sarrazin instrumentalisiert den Holocaust 19 Rubrik: Politik_D

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die Euro-Thesen des ehemaligen Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin scharf kritisiert. Sarrazin versuche mal wieder, "mit schrägen Thesen kalkuliert zu provozieren - und leider gelingt...