Kommunalwahlen in NRW starten unterschiedlich
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Kommunalwahlen in NRW starten unterschiedlich 30.08.2009 In Nordrhein-Westfalen finden seit 8.00 Uhr Kommunalwahlen statt. Die Wahlbeteiligung in den 23 Großstädten, 31 Kreisen sowie 373 kreisangehörigen Gemeinden des Landes verlief bis zum Mittag unterschiedlich.
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Die Wahllokale haben in NRW noch bis 18.00 Uhr geöffnet. 2004 lag die landesweite Wahlbeteiligung an der Kommunalwahl am Ende des Wahltages bei 54,4 Prozent, das war der geringste Wert seit Gründung des Landes NRW im Jahr 1946.
Stichprobenartige Umfragen zur Wahlbeteiligung bis zum Sonntagmittag hatte Block im Kreis Düren, im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Gütersloh sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr durchgeführt. Eine erste Prognose zum Ausgang der Kommunalwahl wird es im WDR-Fernsehen um 18.00 Uhr geben.
Wahlberechtigt sind rund 14,4 Millionen Bürger, darunter etwa 937 000 Erstwähler und 550 000 EU-Bürger. Jeder zehnte Wahlberechtigte hat bereits per Briefwahl seine Stimme abgegeben. In 22 von 23 Großstädten in NRW wird der Oberbürgermeister gewählt; in Düsseldorf war die Wahl bereits 2008. Im Mittelpunkt des Interesses steht Köln. Dort liegt nach einer WDR-Umfrage der rot-grüne Kandidat Jürgen Roters (SPD) mit 56 Prozent deutlich vor dem CDU-Bewerber Peter Kurth (32 Prozent). Der derzeitige CDU-Oberbürgermeister Fritz Schramma war nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor einem halben Jahr mangelndes Krisenmanagement vorgeworfen worden; deshalb tritt er nicht mehr an. In Städten wie Aachen, Bonn und Essen wird mit einem knappen Wahlausgang gerechnet.
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) machte am Sonntag in Pulheim von seinem Wahlrecht Gebrauch. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Angelika kam er gut gelaunt per Fahrrad zum Wahllokal. Rüttgers betonte, die Kommunalwahl sei keine Testwahl für die Bundestagswahl. "Die Menschen wissen, dass es um ihre Heimat geht. Sie kennen den Unterschied ganz genau".
"Ich hoffe, dass die CDU stärkste kommunale Kraft bleibt", sagte Rüttgers weiter. Bei der Kommunalwahl am 26. September 2004 hatte die CDU mit 43,4 Prozent die SPD weit hinter sich gelassen, die mit 31,7 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Kommunalwahl in NRW einfuhr. Die Grünen erzielten 10,3 Prozent. Die FDP bekam 6,8 Prozent. Die damalige PDS holte 1,4 Prozent.
SPD-Landeschefin Hannelore Kraft schritt am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein in Mülheim an der Ruhr zur Wahlurne. Die in einer roten Jacke gekleidete Sozialdemokratin zeigte sich zuversichtlich, dass ihre Partei bei der Wahl gute Ergebnisse erzielen werde.
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CamiloSanchis (Camille Sanchis)