04.06.2009 12:42 Alter 3 Jahre Rubrik: dies und das 222

Große Kranken- und Lebensversicherer in den USA, Kanada und Großbritannien investieren einer Studie zufolge Milliardensu...

Vermischtes - zeitong.de - Große Kranken- und Lebensversicherer in den USA, Kanada und Großbritannien investieren einer Studie zufolge Milliardensummen in die Tabakindustrie. Versicherungskonzerne hätten derzeit mindestens 4,4 Milliarden US-Dollar (3,1 Milliarden Eu ...


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Große Kranken- und Lebensversicherer in den USA, Kanada und Großbritannien investieren einer Studie zufolge Milliardensummen in die Tabakindustrie. Versicherungskonzerne hätten derzeit mindestens 4,4 Milliarden US-Dollar (3,1 Milliarden Euro) in Firmen gesteckt, die Zigaretten, Zigarren oder Kautabak herstellten, berichtete das Fachblatt "New England Journal of Medicine".

Autor Wesley Boyd von der medizinischen Fakultät der Harvard-Universität kritisierte in dem Blatt, die Studie zeige, dass es den Versicherern nicht um die Gesundheit der Menschen, sondern lediglich um ihren Profit gehe. Tabak gilt als Hauptursache für Lungenkrebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Der Studie zufolge steckte alleine der britische Anbieter von Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherungen, Prudential Plc, knapp 1,4 Milliarden Dollar in zwei Tabakhersteller. Bei einem der Unternehmen handelt es sich demnach um die weltweite Nummer zwei auf dem Markt für Nikotinprodukte, British American Tobacco mit Firmensitz in London, zu der unter anderem die Zigarettenmarken Lucky Strike, Gauloises und HB gehören.

Der kanadische Versicherer Sun Life Financial investierte laut Studie 890 Milliarden Dollar in den weltgrößten Tabakkonzern Philip Morris, der für die Zigarettenmarken Marlboro und L&M bekannt ist. Der US-Versicherer Prudential Financial investierte demnach ebenfalls in Philip Morris sowie noch in zwei weitere Tabakkonzerne einen Gesamtbetrag von rund 264 Millionen Dollar.


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