Hertie droht das Aus: Die an der Übernahme der traditionsreichen Kaufhauskette interessierte Investorengruppe hat ihr An...
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Hertie droht nun doch das Aus. Die an der Übernahme der traditionsreichen Kaufhauskette interessierte Investorengruppe hat ihr Angebot zurückgezogen, wie der Sprecher der Gruppe, Rolf Schuchardt, sagte. Grund für die Kehrtwende sei, dass die britischen Besitzer der Hertie-Immobilien die Gebäude nicht an die Interessenten vermieten wollten.
Die britische Immobiliengruppe Dawnay Day wolle die Immobilien lieber für andere Zwecke verwenden oder leer verkaufen, sagte der Sprecher. Dies habe das Unternehmen der Investorengruppe bereits am vergangenen Freitag mitgeteilt. Er habe Hertie-Insolvenzverwalter Biner Bähr darüber informiert. Somit ist davon auszugehen, dass Bähr auf der Gläubigerversammlung am Mittwoch das Ende für die 54 Hertie-Häuser mit ihren rund 2800 Mitarbeitern verkünden wird.
Der Investorengruppe gehörten nach Hertie-Angaben international erfolgreiche Unternehmer und Manager an, die einen wesentlichen Teil ihrer beruflichen Erfahrung im Handel in Deutschland gesammelt hätten. Einzelheiten über die genaue Identität oder die Zahl der Konsortiumsmitglieder waren nicht bekannt.
Die bisherigen Mietverträge galten als Knackpunkt der Verhandlungen. Hertie musste für seine Standorte angeblich bis knapp das Fünffache der marktüblichen Miete an Dawnay Day zahlen. Eine Einigung über eine Weiterführung der Warenhäuser zu niedrigeren Mieten konnte nun offenbar nicht erreicht werden. Die Investorengruppe wollte möglichst alle noch bestehenden Hertie-Filialen samt Konzernzentrale retten, um damit einen Großteil der Jobs zu erhalten.
Hertie war 1993 von Karstadt übernommen und 2005 an Dawnay Day verkauft worden. Die Kaufhauskette hatte Ende Juli vergangenen Jahres Insolvenz beantragt. Als Insolvenzverwalter hatte Bähr untersucht, wie rentabel die einzelnen Standorte sind. Daraufhin waren 19 der ehedem 73 Filialen geschlossen worden.
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CamiloSanchis (Camille Sanchis)