Wissenschaftler sollen mit falschen Angaben Mittel beantragt haben
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ddp_unterhaltung - Göttingen (ddp-nrd). Wissenschaftler der Universität Göttingen haben sich einem Zeitungsbericht zufolge durch falsche Angaben Forschungsgelder bewilligen lassen. Für angeblich bereits bei Fachjournalen eingereichte Veröffentlichungen hätten noch gar keine Manuskripte vorgelegen, berichtete das «Göttinger Tageblatt» (Samstagausgabe). Eine Untersuchungskommission der Hochschule prüfe 16 Fälle in diesem Zusammenhang. Der Präsident der Universität, Kurt von Figura, zeigte sich «schockiert über das wissenschaftliche Fehlverhalten».
Betroffen ist den Angaben zufolge ein Sonderforschungsprojekt der Göttinger Universität in Indonesien über tropische Regenwälder. Es wird seit 2000 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit Millionenbeträgen finanziert. Anfang dieses Jahres hatte das Projekt die Fortsetzung der Förderung bis 2012 beantragt. Außer den gar nicht vorhandenen Publikationen hätten andere der in dem Antrag angegebenen Veröffentlichungen ein falsches oder gar kein Datum aufgewiesen, berichtete das Blatt.
Nach Bekanntwerden der mutmaßlichen Fälschungen sei der Förderantrag bei der DFG zurückgezogen worden. Die verantwortlichen Leiter der beteiligten Forschungsgruppen hätten ihre Ämter sofort zur Verfügung gestellt. Das Forschungsprojekt werde beendet. Gegen welche Wissenschaftler sich die Vorwürfe richten, will die Universität bis zum Abschluss der Untersuchungen nicht mitteilen.
(ddp)
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