Weitere Verdachtsfälle auf Schweinegrippe in NRW
ddp_unterhaltung - Düsseldorf (ddp-nrw). In Nordrhein-Westfalen sind am Dienstag drei neue Verdachtsfälle auf Schweinegrippe gemeldet worden. Ein Reiserückkehrer aus Mexiko müsse nach den vom Robert-Koch-Institut (RKI) vorgegebenen Kriterien als Verdachtsfall ...
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ddp_unterhaltung - Düsseldorf (ddp-nrw). In Nordrhein-Westfalen sind am Dienstag drei neue Verdachtsfälle auf Schweinegrippe gemeldet worden. Ein Reiserückkehrer aus Mexiko müsse nach den vom Robert-Koch-Institut (RKI) vorgegebenen Kriterien als Verdachtsfall von Influenza AH1N1 (Schweinegrippe) eingestuft werden, teilte der Hochsauerlandkreis in Meschede mit. Zudem wurde bekannt, dass ein aus Mexiko zurückgekehrtes Ehepaar aus dem Kreis Recklinghausen Grippesymptome zeigte. Ein Schnelltest ergab jedoch keine Hinweise auf eine Erkrankung mit der gefährlichen Grippe bei dem Paar.
Der Mann aus dem Hochsauerlandkreis sei während eines Wochen zurückliegenden Mexikoaufenthaltes mit den typischen Symptomen erkrankt und habe am Wochenende in Deutschland einen Arzt aufgesucht, berichtete die Kreisverwaltung. «Es bestand keine Notwendigkeit einer Behandlung. Da aber die formalen Kriterien erfüllt waren, wurde der Fall an die Landesbehörden weiter gemeldet», teilte der Kreis weiter mit. Sicherheitshalber seien Laboruntersuchungen eingeleitet worden.
Auch im Kreis Recklinghausen gibt es einen Verdacht auf Schweinegrippe. Bei einem am Montag aus dem Mexikourlaub zurückgekehrten Ehepaar seien Grippesymptome aufgetreten, sagte ein Sprecher des Kreises Recklinghausen. Ein Schnelltest habe aber mittlerweile ergeben, dass es sich offenbar nicht um die mexikanische Schweinegrippe handelte. Abschließende Testergebnisse werden bis Donnerstag erwartet. Derzeit wird das Paar in einem Krankenhaus isoliert behandelt.
Bereits am Montag hatte es zwei Verdachtsfälle in Bielefeld gegeben, die sich jedoch nach Schnelltests nicht bestätigten. Am Dienstag gab das behandelnde Krankenhaus bekannt, dass ein DNA-Test eine Erkrankung des Geschwisterpaares aus dem Kreis Gütersloh endgültig ausgeschlossen werden könne. Die beiden Patienten hätten die Klinik noch am Dienstag verlassen, hieß es.
Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums ist das Land auf eine mögliche Pandemie vorbereitet. Für rund ein Drittel der knapp 18 Millionen Einwohner stünden Medikamente gegen Schweinegrippe zur Verfügung, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Der Pandemie-Plan folge den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO.
Das AH1N1-Virus soll laut RKI mit den Arzneistoffen Oseltamivir beziehungsweise Zanamivir (Handelsnamen: Tamiflu beziehungsweise Relenza) behandelbar sein. Das Institut empfiehlt jedoch keine Bevorratung sowie keine präventive Einnahme.
Die WHO hatte am Montagabend die Alarmstufe für eine Grippe-Pandemie von drei auf vier erhöht. Die höchste Stufe sechs steht für eine weltweite Ausbreitung.
(ddp/Foto: CDC)
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