Trainingspläne - von Uwe Walcher

ACHTUNG! Ähnlichkeiten mit bekannten oder auch unbekannten Läufern sind absolut gewollt und beabsichtigt. :-) Im Internet existieren ein riesige Anzahl vonTrainingsplänen für Läufer. Doch leider wird eines meist vergessen:

Die Grundlagen.

Welche Grundlagen? So etwas wie:
 

  • Wie dehne ich mich richtig?
  • Wie viel und wie schnell muss ich trainieren?
  • Wen schlage ich beim nächsten Lauftreff?
  • Wie viele Kilometer hat mein Mitstreiter schon diese Woche abgerissen?
  • Kann ich den nächsten Bergsprint im Training gewinnen?

Nein, diese Fragen sollten erst im zweiten Schritt angegangen werden. Der erste Schritt sollte lauten:Wie trainiere ich erfolgreich?Die meisten Läufer - egal ob Sie die 10 km in 32 Minuten laufen können oder in 52 Minuten - machen eines falsch: Sie trainieren zu verbissen und zu viel. Verschiedene Läufertypen findet man in jedem Lauftreff wieder. So tummelt sich dort immer

- der Asket: Zum eigentlichen Lauftreff wird schon mal 5 Km hingejoggt. Dort angekommen wird schnell gedehnt um mit der ersten Gruppe die schnellste und längste zur Verfügung stehende Runde zu laufen.  Natürlich lässt man sich die Anstrengung nicht anmerken. Was soll auch passieren? Zu Hause befinden sich 10 verschiedene Nahrungsergänzungsmittel die exakt nach Plan eingenommen werden. Alkohol? Lange Parties? Fehlanzeige. Dem Training und dem asketischem Leben wird alles untergeordnet. Verbesserungen der Laufzeiten?Leider auch Fehlanzeige oder nur sehr rudimentär.

- der Spätstarter:  Der Spätstarter hat Jahrzehnte keinen Sport gemacht. Irgendwann wird dann registriert das man doch älter wird und am Körper die letzten Jahre nicht spurlos vorüber gegangen sind. Also mal so mit 51 oder 52 das Laufen anfangen. Das erste Jahr wird nur mal so trainiert. Im 2ten Jahr werden die ersten Cup Läufe in Angriff genommen - und damit beginnen die Probleme. Der Ehrgeiz wird geweckt. Noch 30 Sekunden dann habe ich xy aus z geschlagen. Einfach noch etwas mehr und härter Trainieren. Ich laufe einfach mit den jungen Kerlen ...Der Spätstarter ist nicht ganz so verbissen wie der Asket - er trinkt schon mal ein alkoholfreies Bier - aber immer noch viel zu stark auf das Training und die vermeintlich notwendigen Umfänge fixiert.

- der Antiläufer:  Der "Antiläufer"  macht eigentlich alles anders als der Asket und der Spätstarter. Er kommt nicht regelmäßig ins Training, er läuft nicht immer vorneweg, er hängt auf Parties rum und ist ab und zu sogar alkoholisiert.Und der Drecksack läuft auch noch 35 siger Zeiten auf die 10 km. Warum?Nun ja, meist hat der Antiläufer schon in jungen Jahren (spätestens ab 15) mit dem Laufen begonnen und dies über viele Jahre fortgesetzt. Ein gewisses Talent ist Ihm natürlich auch nicht abzuschreiben. Heute ist er so um die 30 bis 40 und läuft halt zum Spaß mal hier und da. Er nimmt es einfach locker und gönnt seinem Körper genügend Ruhe um die Trainingseinheiten verarbeiten zu können und gestärkt aus dem Training hervorzugehen.

Dies ist die erste Grundlage für erfolgreiches Laufen. Über 80% der ambitionierten Läufer trainieren zu viel.
Wobei damit einerseits die Umfänge gemeint sind, andererseits aber auch das Trainigstempo angesprochen wird.